Die Taxifahrt vom Flughafen in die Innenstadt von Hanoi machte uns ganz schnell klar: hier läuft alles mal grundlegend anders als das, was wir von den letzten 2 Wochen gewohnt waren. Klar, dass die Hauptstadt Vietnams mit ihren 7,5 Millionen Einwohnern keine erholsame Oase ist, und die angeblich 5 Millionen Roller dort lassen einiges befürchten. Dennoch stellt das Chaos, das wir dort erleben alles in den Schatten was wir bisher gesehen haben. Und es waren durchaus schon einige richtig große Städte dieser Erde dabei.

Von außen gesehen (z.B. wenn man bequem auf einer Dachterrasse sitzt oder einem Cafe) scheint das auch zu funktionieren. Ist nur eben leichter gesagt als getan, erst recht wenn man gerade erst aus dem beschaulichen Laos kommt. Ich weiß, die Hupe signalisiert z.B. Achtung, da kommt ein Motorroller. Irgendwie aber nicht ganz so sinnig, wenn die ganze Zeit Motorroller um einen rum sind (find ich), naja.

Verkehr regeln ohne Verkehrsregeln…

Es wird sich gegenseitig aus dem Weg gehupt, angemeckert, von allen Seiten überholt und in alle Richtungen gefahren. Irgendwie erscheint uns Alles lauter, ruppiger, fast schon aggressiver als wir es sonst in Thailand, Kambodscha oder Laos angetroffen haben.
Der nette junge Mann im Hotel sagt, um durch den Verkehr zu kommen solle man einfach gleichmäßig und nicht zu schnell über die Straße gehen. Die Roller fahren dann um einen herum. Nur bei Bussen und LKW muß man wirklich Acht geben.

Auf dem Weg zur Laundry…

So schlängeln wir uns irgendwie doch durch die Stadt, am Sichersten fühlt man sich trotzdem wenn man mit einer Gruppe über die Straße geht.
Da es uns später auch in die kältere Berglandschaft Vietnams führen wird nutzen wir die Gänge durch die Altstadt um uns noch ein paar Outdoor-Klamotten zuzulegen, die ja eh hier in Vietnam produziert werden.

Immer wieder überwältigend sind die Mengen an buntem Kitsch und Süßigkeiten, aber auch wie und in welcher Art und Weise hier alle möglichen Dinge verkauft werden.

Am Freitag Abend wird dann ein lange Straße in der Altstadt und die Straßen rund um den Hoan-Kiem-See für den Verkehr gesperrt. Ein großer Nachtmarkt eröffnet.

Um den See wird es fast beschaulich, mit ruhig hat das allerdings nichts zu tun. Karaoke und Tanz auf der Straße, bunte Beleuchtungen überall und merkwürdige Kinderbespaßung.

Nach 4 Tagen Irrsin freuen uns dann in die Halong Bucht aufzubrechen. Endlich wieder etwas mehr Natur.


/manuel

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