Wir brauchen dringend mehr Natur, schlimm genug, dass man nur über Hanoi nach Sa Pa kommt.. Glücklicherweise gibt es eine Verbindung mit minimalem Aufenthalt von 2 Stunden beide Abschnitte mit der gleichen Busgesellschaft – alles easy.

Sleeper-Bus

Wenn man ans reisen zB in Südamerika denkt wird man in Asien wirklich krass verwöhnt. Abholung im Hotel, Shuttle zur Agency, Rucksack unterstellen, Essen gegenüber fangen und dann geht es auch schon weiter.. Die Nacht im Sleeper-Bus ist erstaunlich angenehm, nur die letzte Stunde wird es kurvig. Um 3:30 sind wir da, Motor aus und weiterschlafen bis 6.

Nationalessen der Vietnamesen: Pho

Da haben dann zum Glück auch schon die ersten Restaurants geöffnet und wir freuen uns über eine warme Pho-Suppe, ganz schön frisch hier auf 1500m.

Unsere Homestay-Unterkunft liegt nochmal 10 km außerhalb in Ta Van, ein Ort der indigenen Red Dao und Hmong-Stämme. Mit dem Taxi über die Buckelpiste dauert eine halbe Stunde. So wie in Thailand jeder Großstädter einen Geländewagen hat wird in Vietnam alles mit Mopeds und Kleinwagen erledigt – klappt auch irgendwie. Und die Vietnamesen lieben die Transits – so wie wir, unser Bus fährt hier zu 100.000en rum um Touristen zu kutschieren. Ok, wir würden nie so viele Sitzplätze eingetragen kriegen, aber der Durchschnittseuropäer ist ja vielleicht auch größer – oder voluminöser..

Von Ta Van aus machen wir Wanderungen durch die Reisfelder, sehr beeindruckende Landschaft, außergewöhnlich ist, das alleine zu machen.

Alle Touristen die uns begegnen sind in indigener Begleitung. Nicht, dass wir hier Niemand unterstützen wollen, aber wir wandern gern im eigenen Tempo und nicht in zusammengewürfelten Gruppen..

Einen Tag hängen wir zum Abschluss noch in Sa Pa dran um dort bei bestem Wetter – und zufällig am Chinesischen Neujahr – auf den Fansipan zu gondeln, mit 3143m der höchste Berg Indochinas. Niemals habe ich einen derart zugebauten Gipfel gesehen, sogar einen Tempel findet man. Aber zugegeben, es ist beeindruckend und die Aussicht ist herrlich, zumal außer uns nur eine Hand voll anderer Touristen oben sind.

Unser netter Hotelmensch lässt uns noch duschen bevor es mit einem Transit runter nach Lao Cai geht und dann mit dem Nachtzug nach… HANOI..

Da (wohlgemerkt Endstation!) stranden wir morgens um 4:30, wer macht hier eigentlich die Fahrpläne? Bei unserer Recherche zuvor war uns klar: so schnell wie möglich da weg, aber bitte vom gleichen Bahnhof (Taxen die man ruft kommen gern mal nicht, unser Linienbusversuch scheiterte auch damit, dass der Fahrer uns nicht verraten wollte, wo es Tickets gibt – by the way: im Bus!)

90 Minuten später geht es mit dem nächsten Zug (Echt-Holzklasse, (kein Edelholz! leider kann ich die Gerüche nicht hochladen, voll wars und Jeder macht Alles LAUT! YouTube, telefonieren, Chiropraktik-Übungen, alles für alle umsonst dazu … 10 Stunden gen Süden, nach Don Hoi am südchinesischen Meer. Den Ort kennt man wenn dann nur vom Umsteigen zu den Höhlen von Phang Nga… Perfekt, genau sowas Unspektakuläres suchen wir!

/vanessa

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