Weiter geht es Richtung Süden. Mit dem Sleeperbus erst die Küste entlang bis Nha Trang. Dann nach einer leckeren Frühstückssuppe verabschieden wir uns von Jule und Lukas, zwei lieben Menschen aus Dresden, die wir in Hoi An kennengelernt haben. Sie fahren weiter nach Ho-Chi-Minh-Stadt, unser Bus verlässt nun den Küstenhighway und wir fahren mal wieder ins Hochland, nach Da Lat.

Nicht so hoch gelegen und damit auch nicht so frisch wie die nordwestlichen Regionen Vietnams, bietet sich das Land um Da Lat sehr für den Obst- und Gemüseanbau an. Und eben auch für Trauben aus denen der vietnamesische Weiß- und Rotwein gemacht wird. Wir schauen uns die Stadt an. Ebenso treibt es uns mit Roller in das Umland.

Mal wieder erfahren wir, dass man aus so etwas eigentlich schön in der Natur gelegenem wie einem Wasserfall eine Top Touriattraktion mit Klettergarten, Sommerrodelbahn, Zip Lining etc. machen kann. So fahren wir nach einer kurzen Stärkung lieber weiter.

Diesen abgefahrenen Park, an einem netten See gelegen, können wir uns dann doch nicht entgehen lassen.

Am Abend sitzen wir in Jacken auf unserem Balkon bei Bier und Baguette. Da Lat finden wir so reizend, dass wir doch direkt mal Grab Food ausprobieren – gar nicht schecht, nach 15 Minuten kommt unser Wunschessen  per Moped-Kurier und da das Restaurant nicht wusste, dass das für Falangs (Ausländer) ist ist es sogar mal gewürzt!
Nun ist auch endgültig klar, wir reisen nicht weiter nach Süden, denn am nächsten Morgen geht unser Flieger nach Hue.

Die ehemalige vietnamesische Kaiserstadt soll mit zwei Tagen Aufenthalt am Ende unserer Reise durch Vietnam stehen.

Richtig, wir haben uns entschieden: zurück nach Laos. Das Land mit seinen Menschen, die Gelassenheit und Lebensfreude dort hat uns im Kopf einfach nicht losgelassen. Doch die Reise von Vietnam nach Laos scheint gar nicht so unbeschwerlich (ewig lange Fahrten in alten Bussen) oder eben recht teuer (Fliegen) zu sein. Doch dann passierte es. Wir kamen um eine Ecke, bei dem Motorbike Verleih stand zufällig auch „Sale“. Man kann ja mal fragen. Na klar, die Honda Win gibt’s für ganze 200 €. Aber..hmmm… müssen wir mal ne Nacht drüber schlafen…Aber eigentlich ist ein paar Minuten später klar, dies wird wohl der Weg sein wie wir nach Laos reisen.

Am nächsten Tag wollen wir mit dem Verkäufer nochmal reden, vielleicht doch besser ein halbautomatischer Roller…Aber da steht sie schon, frisch geputzt, ne kurze Probefahrt, Equipment dazu ausgesucht (2 Helme, Gepäckträgererweiterung, Spanngurte für unser Gepäck, Handyhalterung zum Navigieren) und Zack, sie ist unsere.

Unsere Liesl

So einfach wie gedacht wird’s dann am nächsten Morgen trotzdem nicht. Vietnam will uns echt nicht gehen lassen.

Im Hostel: Solly, we have a Problem with the credit card machine (Sorry, aber viele Asiaten sprechen das wirklich so aus). Aber nicht nur die Maschine hat ein Problem. Im Kopf sitzen wir längst auf dem Moped. Statt Fahrtwind im Gesicht, spüren wir die gefühlt 40 Grad während wir von ATM zu ATM latschen um nochmal Dong zu bekommen damit wir unser Hostel bezahlen können. Schließlich bekommen wir bei einer Bank gegen Vorlage des Passes Geld.

Als wir loskommen ist es bereits Mittag. So müssen wir kurz vor der Grenze doch noch mal übernachten. Unglaublich, auf die Nachfrage nach einem Platz für die Liesl zeigt der Herr im Hotel in die Ecke. Na klar, einfach ins Foyer reinfahren. In Asien sind Roller und Mopeds schon wichtige Familienmitglieder.

Am nächsten Morgen ist es dann endlich soweit. An der Grenze fragen wir uns schon, warum wir wohl die einzigen sind, die kein Geld in ihrem Pass mit abgeben… Aber nach allen Formalitäten inklusive Visum (das mussten wir in 3 Währungen zahlen, da die Laoten nur „neue“ Dollarnoten wollen, keine die beschrieben, eingerissen  oder sonstwas sind, aber der Grenzer war so nett, uns mit Thai- Baht und Vietnam-Dong aufstocken zu lassen!) sitzen wir wieder auf dem Moped und ich höre gar nicht wie ein weiterer Kontrollposten „Stop,stop“ ruft, vor Freude schon eingereist zu sein. Nochmal Kontrolle, doch dann sagt der laotische Grenzer nur „Let’s go“. Den nehmen wir beim Wort, schließlich haben wir noch einiges vor uns. Nach 242 km und ziemlich kaputt kommen wir am Abend in Savannakhet an. Wir sind wieder in Laos.
/manuel

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