In Savannakhet verbringen wir zwei Nächte. Aber nicht nur unsere sehr chillige Unterkunft hat es uns angetan, das Vivanouk ist ein liebvoll eingerichteter Ort, sondern auch die kleine Altstadt und der kleine Nachtmarkt.

Die zweite Nacht verbringen wir in einem eher einfachen Bungalow mit viel Grün drumherum aber noch mitten in der Stadt. Am Abend noch kühles Bier im Garten bis eine unglaubliche Anzahl fliegender Ameisen uns des Tisches verweist.

Mit der netten Dame vom Sala Thongyon Guesthouse gehts am Morgen der Abfahrt noch zum Mechaniker und die Liesl fährt uns ab nun mit neuen, verstärkten Federbeinen durch die Gegend.

Nach Savannakhet kommen wir nach dem Loop nochmal, denn irgendwie gefallen uns diese eher unspektakulären Städte, in denen einfach das normale Leben passiert. Und eben oft nicht so die Orte über die man seitenweise in Reiseführern lesen kann.


Der Thakhek Loop.

Ausgehend von der 130 km nördlicher gelegenen Stadt Thakhek kann man über mehrere Tage eine ca. 450 km lange Runde mit allen möglichen Sehenswürdigkeiten fahren. Da unsere Hintern durch den durchgesessenen Sitz schon sehr strapaziert wurden haben wir uns aus der Not heraus 2 Sitzkissen gekauft, eine Dauerlösung soll das aber nicht bleiben. So warten wir vor unserer Abfahrt auf Mr. Ton, der eigentlich mit mir zu einer Werkstatt wollte, eben des Sitzes wegen. Mr. Ton kommt nicht ins Hotel und ist auch nicht zu erreichen. Und so fahren wir, auf unseren Kissen, mal wieder später los als gedacht.

Auf unserer ersten Etappe liegen mehrere Höhlen. Allerdings haben wir nicht mehr sooo viel Zeit, da wir nicht im Dunkeln fahren bzw. ankommen wollen. Im Nachhinein war es schade in der Tham Nang Aen Höhle nicht doch die Bootsfahrt auf dem Fluss durch den Berg gemacht zu haben.

Die Landschaft, die sich nur wenige Kilometer hinter Thakhek eröffnet ist wirklich erstaunlich. Erst Karstberge aus Grün und schroff spitzem Fels, dann geht es in die hügelige Gegend des aufgestauten Nam Theun Flusses bis nach Thalang.

Es gibt Barbecue für alle im Guesthouse und wir haben bis spät am Abend noch echt nette Gespräche mit ein paar Katalanen. Für den nächsten Tag haben wir einen Off Tag geplant, man soll dort angeblich ganz gut auch in der Nähe was unternehmen können.

Nunja, das Schönste am Sabaidee Guesthouse ist auf jeden Fall das Restaurant nebenan. Vermutlich kommen all die positiven Bewertungen daher, dass die jungen Backpacker nie mal mit Freunden am Lagerfeuer sitzen? Ich weiß es nicht, ich hab nichts gegen gutes Essen und Nachmittagsbier mit Flußaussicht einzuwenden, allerdings weiterempfehlen würd ich das jetzt als Beschäftigung für einen Day off auf so einer Tour nicht.

Der nächste Abschnitt führte uns durch die unwirkliche Landschaft mit vielen toten Bäumen, die dem aufgestauten Wasser zum Opfer gefallen waren, über das Hochplateau von Nakai bis zum Spring River Resort. Traumhaft gelegen an einem kleinen Fluß, sehr idyllisch und Ausgangspunkt für das Highlight, das jeder „Looper“ gemacht haben muß.

Zwei Stunden mit knatternden Booten durch eine dunkle Höhle fahren, ab und zu aussteigen, das Boot schieben, scheint uns gar nicht so highlightig (krasses Wort). Wir können uns eher vorstellen ein, zwei Nächte länger im Spring River Resort zu bleiben und dort die Natur genießen, kayaken oder Ähnliches. Aber aufgrund der Nachfrage hab ich die Unterkünfte für den Loop durchgebucht. Wir fahren nach Nahin ins Sanahk Guesthouse, eine nette Unterkunft mit leckerem Essen. Wir lassen beim Mechaniker im Ort nen Ölwechsel machen und die Schrauben vom hinteren Ritzel nachziehen. Loctite wäre toll, hmm, wie ist nochmal das laotische Wort für Sprengring? Diesmal mit dem Druckluftschrauber festgezogen, jetzt hält’s. Die letzte Etappe am nächsten Tag wird von vielen gemieden, da es wohl einfach nur die Landstraße nach Thakhek sei, und sie fahren den gleichen Weg zurück  (Loop?!?)

Aber wir genießen die Landschaft, die sich links und rechts der Straße ausbreitet. In meinen Augen das eigentliche Highlight der Tour ist eben die Natur, die einem auf der ganzen Strecke vor Augen ist. Die steil ansteigenden, schroffen Berge direkt neben der Straße oder die Herde Wasserbüffel, die gemütlich vor uns hertrottet und uns dann doch passieren läßt. Viele Orte die man auf den Touren, die man macht unbedingt sehen muß sind manchmal gar nicht so toll, andere bleiben dafür vielleicht unentdeckt im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke.

Wieder in Savannakhet bringt uns Nicolas, der nette Besitzer des Vivanouk, zu einem Polsterer.

Nach 2,5 Stunden hat die Liesl einen neuen Sitz. Optisch und nach erstem Test eine Wucht. Jetzt muß er sich bewähren, denn morgen stehen wieder knapp über 240 km auf dem Plan. Wir fahren nach Pakse. Dort gibt es einen weiteren Loop. Doch wir werden diesmal wohl eher die Sachen raussuchen und eine Route planen die uns taugt. Weil wir das wollen, nicht weil der Tourist das halt so macht. Mal sehen was sich daraus ergibt.

/manuel

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