Es ist ein langer Ritt nach Pakse von Savannakhet aus, ungefähr 250km. Allerdings ist es auf der Liesl mit Fahrtwind noch mit am besten zu ertragen, immerhin haben wir hier jeden Tag zwischen 36 – 38 Grad und Sonne Sonne Sonne , jeden Tag 12 Stunden lang – ich glaub, zuhause wird mir Frostbeule nie wieder richtig warm… Ich kann mich auch gar nicht erinnern, wann es das letzte Mal geregnet hat, ich glaub, das war in Phitsanulok vor 2 Monaten.. Unser Rhythmus hat sich auch komplett umgestellt, sind wir daheim eher so die Nachteulen und kommen morgens nur mühsam in die Gänge sind wir hier meist um 7 schon fit und starten den Tag – dafür ist aber auch zwischen 22-23 Heiabubu..

Wir folgen Nicos Tipp und fahren die ersten 70km auf einer kleinen Straße am Mekong entlang. Dort kommen wir durch idyllische kleine Dörfer die wohl selten eine Langnase bereist, die meisten Kinder sind ganz aus dem Häuschen und winken und rufen saibaidee und hello – solch fröhliche Reaktionen hatten wir früher häufiger wenn wir mit der Else unterwegs waren, komisch, das hat voll nachgelassen..

Nach ~70km ( es geht ja weder Tacho noch Geschwindigkeitsanzeige, vom Drehzahlmesser ganz zu schweigen, aber hauptsache Bremse, Lenkung & Licht) geht die Strasse in 3 sich aufspaltende Buckelpisten aus rotem Staub über. Google und maps.me kennen nur eine davon.. Es artet in einen ziemlichen Umweg aus und als wir irgendwann 3 Stunden nach Abfahrt auf der Hauptstrasse ankommen sind es auch nur noch 200km nach Pakse. Aber wir haben ja Zeit und dank des neuen Sitzes schmerzt das Sitzfleisch auch nicht mehr gar so arg… Der Rest ist unspektaKUHlär, heiß, staubig…wir schaffen es vor Einbruch der Dämmerung ins Hotel, alles chic.

Den Sonntag verbringen wir mit Orga: Weiterreise-Optionen & Wünsche abklären, Flyer für den Liesl-Verkauf erstellen da Pakse die einzig größere Stadt im Süden von Laos ist und wir sie nicht nach Thailand einführen dürfen, Annoncen in sozialen Netzwerken schalten, mal wieder eine richtig gute Massage genießen, über die Märkte schlendern.. 

Montagfrüh gehts zu unserer Liesl-Abschiedstour ins Bolaven-Hochland. Hier wird Kaffee und Kautschuk angebaut, die Landschaft ist eine Wohltat fürs Auge: rote Erde und saftig grüne Natur.

Wir genießen die Eindrücke und Gerüche der Region und finden eine idyllische Unterkunft bei einer netten Familie in Tad Lo gleich am Fluss, unterhalb des Wasserfalls.

Idylle in Tad Lo

Auch ohne viele Sprachkenntnisse werden wir gleich von der Tochter, der Katze und den Hunden herzlich in der Familie willkommen geheissen. Hier ist so ein Ort wo man gut die Zeit vergessen könnte.

Laotischen Zahlen auf YouTube

Da sich allerdings unverhofft potentielle Käufer für die Liesl gemeldet haben (so groß ist die Nachfrage im Süden nicht, die meisten reisen andersrum und dann weiter nach Kambodscha. Mit der vietnamesischen Bluecard darf man ja durch Vietnam, Laos und Kambodscha fahren…) entscheiden wir uns für die Rückreise nach Pakse, das einzige Gegenangebot bislang kommt vom örtlichen Moped-Verleih Miss Noy, die würden uns 150$ geben, besser als nix, aber nur im Notfall…


Zurück in Pakse werden wir uns mit dem sympathischen französischen Paar auf Weltreise schnell einig und für 200€ wechselt die Liesl den Besitzer und darf nun nochmal komplett durchs schöne Laos nach Luang Prabang fahren.

Have a safe trip!

Unsere Entscheidung für den verbleibenden Teil unserer Reise lautet: Island in Thailand, konkreter gesagt: Bus über die Grenze (hier schreib ich grad den Bericht) nach Ubon Ratchathani..

Laotischer Bus nach Thailand

So betreten wir Thailand zufällig wieder im Isaan von wo aus wir auch vor 2 Monaten gegangen sind. Heut bleibt noch Zeit für Sightseeing in Ubon und den Nachtmarkt und morgen geht es mit dem Flieger nach Krabi und dann noch 3 Wochen durch die Andamanensee…

/vanessa

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